LG macht zukünftige Smart-TVs smarter mit neuer Version von webOS

So sieht es aus: webOS auf einem LG Smart-TV © theverge.com

So sieht es aus: webOS auf einem LG Smart-TV © theverge.com

Das im Jahr 2009 von Palm entwickelte und seit einigen Jahren totgeglaubte Betriebssystem webOS erlebt dieses Jahr sein Comeback, denn der Elektronikhersteller LG möchte es in allen zukünftigen Smart-TVs benutzen und die Bedienbarkeit der Fernseher dadurch erheblich smarter machen.

Anfang 2013 wurde die Marke webOS von LG gekauft und als neues Betriebssystem für alle ihre zukünftigen Smart-TV Geräte umgeschrieben. Nun, auf der heute begonnenen Technikmesse CES 2014 in Las Vegas, wurde von dem Elektronikhersteller die erste Version des Betriebssystems vorgestellt. Der Fokus der Benutzeroberfläche liegt in erster Linie in einfacher Bedienbarkeit um endlich ein wirklich “smartes” Benutzererlebnis zu ermöglichen. Aber auch das Design und Konzept ähnelt keinem der bisher verkauften Betriebssysteme.

Was webOS von LG in der Bedienbarkeit hervorstechen lässt ist die horizontal angeordnete App- und Datenleiste. Anstatt wie auf einem Ziffernblatt mit den Fingern in vier Richtungen navigieren zu müssen reichen hierbei für die Bedienung zwei Richtungen – rechts und links. Apps wie Video on Demand Anbieter sowie Eingangskanäle wie HDMI und USB sind dabei nicht voneinander getrennt und werden über diese eine Leiste angesteuert.

Die Amazon Instant Video App läuft in den USA bereits auf dem webOS Betriebssystem von LG © theverge.com

Die Amazon Instant Video App läuft in den USA bereits auf dem webOS Betriebssystem von LG © theverge.com

Das neue Konzept hinter dem Betriebssystem löst aber nicht alle Probleme, mit denen Smart-TV Benutzer heutzutage noch zu kämpfen haben. Die Auswahl an Apps ist in Deutschland leider noch stark beschränkt und bietet neben den großen Online Videotheken und erfolgreichen werbefinanzierten Portalen größtenteils nur Produktvermarktungen großer Firmen.

Weitere häufig genannte Kritikpunkte sind die schlechte Bedienbarkeit und die komplizierten Benutzeroberflächen von vielen Apps. Hier kann webOS nur beschränkt eingreifen und den App-Herstellern Richtlinien und Schnittstellen zur Verfügung stellen, über die sie die Standard-Funktionen von dem Betriebssystem zum eigenen Vorteil nutzen können. Was auf welche Weise umgesetzt wird bleibt jedoch in der Verantwortung der Hersteller.

Smarte Fernbedienung für smarte Fernseher: Die LG Magic Remote

So sieht die Magix Remote von LG aus © LG.com

So sieht die Magic Remote von LG aus © LG.com

LG weiß, dass die Bedienungsfreundlichkeit eines Fernsehers nicht nur auf dem Bildschirm stattfindet und bemüht sich deshalb nicht nur um bessere Software. Auch die Fernbedienung tut viel zum Frust oder eben zur Freude von Benutzern zu, weshalb von dem Unternehmen die LG Magic Remote entwickelt wurde. Mit dieser speziellen Fernbedienung können Nutzereingaben auf mehrere Arten vonstatten gehen: Mit einem Mauszeiger, der über das Richten der Fernbedienung auf den Fernseher erscheint; mit einem Rad, wie man es von der Computermouse kennt; mit dem Bewegen der Fernbedienung wie zum Beispiel nach rechts oder links wischen; mit dem einfachen Sprechen von Interaktionsbefehlen.

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